Legföhrenwald

Der Weg beginnt bei der Alp Albertüsc auf 2089 m ü.M. Zuerst verläuft er ca. 200 m in östlicher Richtung über Alpwiesen, dann biegt er Richtung Norden ab und  führt nun durch einen Lärchen-, Rottannen- und Legföhrenwald. Danach folgt der Pfad im Charakter eines alpinen Wanderwegs über steile Geröllhalden aus Kalkformationen bis hin zu Gesteinen aus Glimmer- und Talkschiefer, auf welchen Blöcke von grauem und rotem Marmor zerstreut liegen. (Butz, 1995)

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Legföhrenwald oberhalb von Albertüsc

 

 

Subalpine Kalkheide

An den Stellen, wo kein Wald vorzufinden ist, kann man Subalpine Kalkheiden antreffen. Ein Merkmal dieser ist die reichhaltige Kalkflora. Diese erkennt man anhand der Legföhren und den bewimperten Alpenrosen. Wenn im Frühjahr der Schnee lange liegen bleibt, kommt es zur Einwanderung der rostblättrigen Alpenrose in Kalkgebieten. Die Subalpine Kalkheide ersetzt den Föhrenwald in den von Lawinen durchsetzten Hängen. (Delarze, Gonseth, Eggenberg, & Vust, 2015, S. 262)

Subalpine Kalkheide im Zwischenteil des Weges

Alpenweiden

Nach den Geröllhalden gelangt man auf Alpenweiden. Diese bestehen teils aus Borstgrasrasen, teils aus Buntschwingelhalden.

Der Borstgrasrasen ist in den Alpen weit verbreitet, besonders in silikatischen Gebieten. Er ist oft auf ungedüngten Alpenweiden vorzufinden. An der Präsenz von Arnika ist die Borstgrasweide leicht zu erkennen. (Delarze, Gonseth, Eggenberg, & Vust, 2015, S. 184)

Die Buntschwingelhalden besiedeln silikatische Böden in sonnigen Hanglagen zwischen 600 und 2700 m. (Delarze, Gonseth, Eggenberg, & Vust, 2015, S. 186)

 

Alpenweiden am Fusse des Sassalbo

 

 

Gesteine

Geht man den Weg weiter, weichen diese Weiden immer mehr den Gesteinen, welche an steilen Hängen zu finden sind. Diese bestehen von unten nach oben aus Gneis, Glimmer- und Talkschiefer, Walkquarzit, Rauhwacke, schwarzem Kalk, grauem Kalk, Dolomit, schiefrigem Kalk, grauem und rotem Marmor. (Butz, 1995)

Südflanke des Sassalbo, Gesteine, gut zu sehen ist der rote Marmor

 

 

Gesteinsunterlagen

Weiter oben findet man die Blaugrashalde, welche an sonnigen Hängen über einer Gesteinsunterlage aus Kalk oder Dolomit wächst. Der Edelweiss findet hier optimale Lebensbedingungen. (Delarze, Gonseth, Eggenberg, & Vust, 2015, S. 176)

Gesteinsunterlagen im letzten Wegabschnitt kurz vor dem Aussichtspunkt auf 2597 m ü. M.